Vorstosspaket: Gesundheitswesen auf die Klimaerhitzung ausrichten
Manuela Weichelt zur Notwendigkeit einer grünen Gesundheitspolitik:
Wenn es dem Klima und der Umwelt nicht gut geht, leiden auch wir Menschen. Luftverschmutzung und dreckige Gewässer führen zu Krankheiten und zu verfrühten Todesfällen. Genauso wie die Klimaerhitzung. Das ist nicht erst seit der Klimaklage der Klimasenior*innen am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bekannt.
Die GRÜNEN haben darum ein Vorstosspaket eingereicht, dank welchem die Gesundheitspolitik zukünftig auf die Förderung der Gesundheit und den Schutz der Menschen von negativen Umweltauswirkungen ausgerichtet werden kann. Gleichzeitig soll das Gesundheitswesen auf einen globalen Temperaturanstieg von 1.5 Grad vorbereitet werden und seinen Klima- und Umweltimpakt reduzieren.
Die GRÜNEN sind überzeugt, dass eine gesunde Zukunft nur in einer gesunden Umwelt möglich ist. Das Schweizer Gesundheitswesen ist bisher ungenügend auf die Auswirkungen der Klimaerhitzung, der Umweltverschmutzung des Biodiversitätsverlustes vorbereitet. Das ist fatal, denn es handelt sich um riesige Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit, die kommen werden und zum Teil schon da sind. Gleichzeitig tragen viele Massnahmen, die einen positiven Effekt auf die Gesundheit und die Lebensqualität haben, auch zur Bekämpfung der Klimaerhitzung und der Umweltverschmutzung sowie zur Ressourcenschonung bei – und umgekehrt (sogenannte «Co-Benefits»).
Mit dem Positionspapier «Für eine gesunde Zukunft in einer gesunden Umwelt» haben die GRÜNEN zudem ihre Gesundheitspolitik geschärft. Sie werden sich in den kommenden Monaten verstärkt dafür einsetzen, dass sich das Gesundheitswesen endlich an die Folgen der zunehmenden Klimaerhitzung anpasst.
Liste der eingereichten Vorstösse:
Die Gesundheit der Bevölkerung vor negativen Umweltauswirkungen schützen:
- Parlamentarische Initiative von Felix Wettstein: Gesetzesvorschläge müssen zwingend eine Gesundheitsfolgenabschätzung beinhalten.
- Postulat von Manuela Weichelt: Der Bundesrat soll seine Politik, z.B. im Verkehrs- oder Landwirtschaftsbereich, auf Widersprüche zu seinen gesundheitspolitischen Zielen überprüfen.
- Motion von Léonore Porchet: Reduktion von Luftschadstoffen
- Interpellation von Manuela Weichelt: Gefährdung durch Blaualgen.
- Motion von Christophe Clivaz: Verbot von elektronischen Einwegzigaretten.
Das Gesundheitswesen auf einen globalen Temperaturanstieg von 1.5 Grad vorbereiten:
- Postulat von Valentine Python: Der Bundesrat muss aufzeigen, wie sich das Gesundheitswesen an die Klimaerhitzung und auf die zunehmenden Hitzewellen vorbereitet.
- Motion von Katharina Prelicz-Huber: Sensibilisierungsmassnahmen der Bevölkerung und des Gesundheitspersonals zum Zusammenhang zwischen Umwelt, Klima und Gesundheit.
- Motion von Valentine Python: Aufnahme von Klima- und Umweltrisiken in die Strategie des Bundes zur Bekämpfung nicht übertragbarer Krankheiten.
Den Umwelt- und Klimaimpakt des Gesundheitswesens reduzieren:
- Motion von Christophe Clivaz: Aktionsplan für ein klimaneutrales Gesundheitswesen, denn dieses ist heute für rund 6.7% des Schweizer CO2-Ausstosses verantwortlich
- Interpellation von Manuela Weichelt: Massnahmen gegen Medikamentenverschwendung
- Interpellation von Manuela Weichelt: Massnahmen gegen Materialverschwendung in Spitälern