Ja zur Individualbesteuerung
Das Wichtigste in Kürze
- Ein wichtiger Schritt für die Überwindung traditioneller Rollenbilder: Verheiratete Frauen sollen für die Steuerämter nicht mehr das Anhängsel ihrer Ehemänner sein.
- Ein wichtiger Schritt für die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen: Verheiratete Frauen sollen nicht mehr steuerlich benachteiligt werden, wenn sie ihre Pensen erhöhen und sich finanziell besser absichern wollen.
- Ein wichtiger Schritt gegen den Fachkräftemangel: Dank verbesserten Erwerbsanreizen können in Zukunft 44’000 Vollzeitstellen zusätzlich durch gut ausgebildete Frauen besetzt und so dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.
Um was geht es?
Am 8. März kommt die Individualbesteuerung als indirekter Gegenvorschlag zur Steuergerechtigkeits-Initiative zur Abstimmung. Mit der Individualbesteuerung füllt zukünftig jede Person eine Steuererklärung aus und zahlt auf ihr Einkommen und ihr Vermögen Steuern – unabhängig vom Zivilstand.
Ein wichtiger Schritt für die Gleichstellung
Heute zahlen verheirate Paare, bei denen beide berufstätig sind, oft mehr Steuern, als wenn sie im Konkubinat leben würden. Das heutige Steuersystem basiert auf dem Familienmodell der Nachkriegszeit und setzt für verheiratete Frauen den Anreiz, nicht oder nur in tiefen Pensen zu arbeiten. Und auf der Steuererklärung sind sie nach wie vor Anhängsel ihrer Ehemänner, sogar wenn sie Haupt- oder Alleinverdienerinnen für die Familie sind. Das ist auf keine Art und Weise zeitgemäss!
Ein Wichtiger Schritt gegen den Fachkräftemangel
179’000 Frauen sind unfreiwillig unterbeschäftigt – das zeigt die Erhebung des Bundesamts für Statistik. Sie würden gerne ihre Pensen erhöhen, können sich diesen Wunsch aber nicht erfüllen – vielfach, weil es sich nicht lohnt oder nicht vereinbar ist. Mit der Individualbesteuerung würden viele ihre Pensen erhöhen, weil dies steuerlich nicht mehr bestraft würde.
Nebst der Individualbesteuerung kommen am 8. März auch noch weitere Vorlagen zur Abstimmung. Hier die Übersicht