Wieso NEIN stimmen?

  • Starke Medien sind unverzichtbar für eine Demokratie: Eine Schwächung der SRG gefährdet die unabhängige Berichterstattung und ebnet den Weg für Desinformation.
  • Eine Säule des nationalen Zusammenhalts: Die SRG verbindet die Regionen und Sprachen des Landes und garantiert eine qualitativ hochwertige Berichterstattung für die ganze Schweiz.

  • Ein Gegengewicht zu digitalen Plattformen: Die wahre Gefahr für die Medien geht von den Oligarchen der Digitalwirtschaft aus, nicht vom Service public.

  • Kultur, Sport und Arbeitsplätze in Gefahr: Die Initiative bedroht Serien, Kulturformate, Sportübertragungen und Tausende von Arbeitsplätzen in den Regionen.

Nein zur Halbierungs-Initiative!


Starke Medien als Grundlage unserer Demokratie
 

Qualitativ guter Journalismus ist ein Pfeiler der direkten Demokratie. In politisch aufgeheizten Zeiten, in Krisen und im Alltag sind wir auf Medien angewiesen, die unabhängig und für alle zugänglich berichten. Die SRG erfüllt genau diese Aufgabe: Sie informiert täglich Millionen Menschen in allen Landesteilen, ordnet Ereignisse ein und ermöglicht es der Bevölkerung, sich eine fundierte Meinung zu bilden. 

Mit einer Halbierung der Mittel könnte die SRG diese Rolle nicht mehr erfüllen. Die gesellschaftliche Debatte würde fragmentierter und anfälliger für Desinformation. In einer Zeit, in der Verschwörungstheorien und Fake News sich rasend schnell verbreiten, ist es fahrlässig, ausgerechnet jene Institution massiv zu schwächen, die faktengeprüfte Informationen und neutrale Einordnungen bietet.  

Das Problem ist nicht die Konkurrenz zwischen der SRG und privaten Medien. Das Problem sind internationale Tech-Giganten, die Werbegelder und Aufmerksamkeit absaugen. Die SRG ist ein Gegengewicht zu unregulierten Social-Media-Plattformen und autoritären Tendenzen. Diese Säule darf nicht eingerissen werden. 

Ein Medienhaus für die ganze Schweiz 

Die SRG ist eines der wichtigsten Bindeglieder zwischen den Sprachregionen und ein zentrales Instrument für die nationale Kohäsion. SRF, RTS, RSI, RTR und Swissinfo berichten aus den Regionen und für die Regionen, in den jeweiligen Landessprachen mit regional verankerten Redaktionen. Die Vielfalt der Schweiz mit ihren unterschiedlichen Lebensrealitäten und Perspektiven wird so sichtbar. 

Diese Vielfalt steht unter Beschuss: Weder die Viersprachigkeit noch die dezentralen Strukturen könnten weitergeführt werden. Ohne starke SRG drohen Regionen ohne mediale Grundversorgung. Der Auftrag an die SRG, alle vier Landessprachen zu bedienen ist kein Luxus, sondern Voraussetzung dafür, dass wir uns gegenseitig verstehen. Über den Röstigraben, den Gotthard und alle regionalen Unterschiede hinweg. 

Kultur, Sport und Arbeitsplätze wären bedroht 

Die SRG ist weit mehr als ein Informationskanal: Sie ist eine zentrale Kulturförderin, Partnerin des Schweizer Films, der Musik-, Literatur- und Festivalszene und eine unverzichtbare Plattform für den Sport, vor allem auch abseits der grossen Ligen. Mit der Halbierungs-Initiative wären Schweizer Serien, Dokumentarfilme und Kulturformate sowie viele Liveübertragungen von Kultur- und Sportanlässen stark bedroht.  

Produktionsfirmen, Techniker*innen, Kulturschaffende, Sportverbände und Veranstalter*innen sind von den Aufträgen der SRG abhängig. Der Wegfall von Hunderten Millionen Franken Wertschöpfung würde Tausende Arbeitsplätze bedrohen, besonders in Regionen, die heute von SRG-Standorten profitieren. Wer von ein paar «überflüssigen» Sendungen spricht, verkennt die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der SRG.