Klimaanpassung hat Grenzen, es braucht den Fossilausstieg
Der Bundesrat reagiert auf die dramatischen Auswirkungen der Klimakrise erst nach massivem Druck. Und selbst dann bleiben die Vorschläge ungenügend. Ohne ambitionierten Klimaschutz und einen raschen Fossilausstieg stösst Klimaanpassung rasch an ihre Grenzen. Wir müssen das Problem an der Wurzel packen.
Wälder sind überlebenswichtig – und leiden selbst unter der Klimakrise. Dass der Bundesrat seine unverantwortlichen Kürzungen beim Waldschutz nun rückgängig macht, ist die Folge des wochenlangen Drucks der GRÜNEN. Auch die angekündigte und wichtige Hilfe für die Landwirtschaft ist das Resultat eines dramatischen Hitzesommers mit tatenlosem Bundesrat. Immer stärker zeigt sich, wie teuer uns der fehlende Klimaschutz kommt.
Doch die vom Bundesrat vorgeschlagenen Massnahmen greifen zu kurz und sie stellen keinen umfassenden Aktionsplan dar, den der Bundesrat eigentlich bereits 2025 hätte vorlegen müssen. Auch Menschen in aufgeheizten Städten, Kranke, Ältere und Kinder leiden gesundheitlich unter der immer häufiger werdenden Hitze. Für sie fehlen konkrete Schutzmassnahmen weiterhin.
Hinzu kommt: Und auch wenn wir konsequent Städte und Häuser begrünen, können wir uns nicht an einen 50-Grad-Sommer anpassen. «Der Bundesrat versucht nun mit Pflastern zu reparieren, was er mit seiner kurzsichtigen Politik selbst anrichtet», sagt Marionna Schlatter, Nationalrätin ZH. «Wer über Klimaanpassung spricht, ohne den Ausstieg aus Öl und Gas in die Wege zu leiten, weicht der entscheidenden Zukunftsfrage aus.»
Die GRÜNEN fordern entsprechend nebst den nötigen Anpassungen einen raschen Ausstieg für fossile Heizungen und Verbrennungsmotoren sowie eine Aufstockung und Ausweitung auf Hitzeschutz des Gebäudeprogramms als wirksamste Massnahme, die Klimaschutz und Klimaanpassung gleichzeitig stärkt. Damit der Bundesrat endlich Verantwortung übernimmt, wird die Grüne Fraktion eine ausserordentliche Session zum Klimaschutz beantragen.