Nachdem der Ständerat in der Frühlingssession den bundesrätlichen Gegenvorschlag zur Atom-Initiative angenommen hat, will auch eine bürgerliche Mehrheit der UREK-N die deutliche Entscheidung der Stimmbevölkerung zum Atomausstieg rückgängig machen. «Die Rückkehr zur Atomkraft ist verantwortungslos, gefährlich und unsinnig», sagt Marionna Schlatter, Nationalrätin ZH. «Statt Zweifel über die Energiestrategie zu säen und in teure und riskante Atomtechnologie zu investieren, müssen wir die Energiewende mit dem schnellen Ausbau von sicherer, sauberer und einheimischer erneuerbarer Energie stärken. Damit sichern wir die Energieunabhängigkeit der Schweiz, statt Luftschlösser zu bauen.»

Gerade jetzt zeigt sich – mit Kriegen um fossile Energien, globalen Unsicherheiten und autokratischen Machtspielen – dass eine sichere Energiezukunft in den Erneuerbaren liegt. «Wir dürfen weder von Öl und Gas abhängig sein noch von Uranimporten», betont Marionna Schlatter. «Die politisch geschürte Unsicherheit verlangsamt die Energiewende und die dringend nötige Elektrifizierung. Das dient einzig der Öl- und Gaslobby und damit autokratischen Staaten.» Zudem: Die Gefahren der Atomenergie sind zudem nach wie vor die gleichen und die Folgen einer Katastrophe wären ausgerechnet in einem dicht besiedelten Land wie der Schweiz verheerend.

Vor diesem Hintergrund ist es absolut unverständlich, dass sich die UREK-N weigert, weitere Abklärungen zur Finanzierung, zur Sicherheit oder zur Atomabfallentsorgung von neuen Atomkraftwerken zu treffen. Jeder Franken, den wir für die Atomkraft ausgeben, fehlt uns beim Ausbau von sauberen und günstigen Erneuerbaren. Die GRÜNEN stellen sich entschieden gegen diesen unverantwortlichen Schritt, der die Energiewende sabotiert und den Volkswillen missachtet und werden das Referendum ergreifen, falls der Nationalrat der UREK-N folgt.