Die GRÜNEN fordern eine rasche Umsetzung der Wasserstrategie
Die Schweiz braucht dringend eine nationale Wasserstrategie. Die GRÜNEN gaben den Anstoss, damit diese in der aktuellen Legislaturplanung verankert wurde. Nun kommt ihre Ausarbeitung voran. Dabei sind die Verfügbarkeit von Wasserdaten, die Bewältigung von Nutzungskonflikten und die Renaturierung zentrale Schlüssel für eine wirksame Strategie.
Die Umweltkommission hat sich heute mit den Eckpunkten der Wasserstrategie befasst, die der Bund derzeit ausarbeitet. «Nach diesem Hitzesommer und der Trockenheit, die der Schweiz hart zusetzt, ist es höchste Zeit», betont Marionna Schlatter, Nationalrätin ZH. Sie erinnert daran, dass es die GRÜNEN waren, die dafür gesorgt haben, dass das Wassermanagement in die Legislaturplanung aufgenommen wurde. Trockene Sommer wie der diesjährige werden künftig häufiger auftreten. «Wir haben unsere Flüsse über Jahrzehnte begradigt sowie unsere Böden trockengelegt und versiegelt. Jetzt müssen wir der Natur ihre Schwammfunktion zurückgeben. Nur so können wir Trockenperioden wie diese künftig besser meistern.»
Über Jahre hinweg wurde Wasser kanalisiert und Böden entwässert. Das hat die Trockenheit in der Schweiz deutlich verschärft. Für die GRÜNEN muss die Wasserstrategie deshalb naturbasierte Lösungen umfassen. Insbesondere muss den Böden ihre Schwammfähigkeit zurückgeben werden, damit der Wasserbedarf natürlich reguliert wird. Das Resultat ist eine Win-win-Situation für das Wassermanagement, die Landwirtschaft, den Hochwasserschutz, das Klima und die Biodiversität. Es braucht aber auch präzise Daten über die verfügbaren Ressourcen. Deshalb muss der Wasserbedarf erhoben werden, um Nutzungskonflikte frühzeitig zu erkennen. Die GRÜNEN setzen sich dafür in der Kommission und im Parlament ein.
Die GRÜNEN fordern, dass die vom Parlament verlangte nationale Wasserstrategie so rasch wie möglich umgesetzt wird. Der Sommer 2026 lässt keinen Zweifel mehr zu: Wasserknappheit ist kein futuristisches Szenario, sondern Realität.