Das Mercosur-Abkommen ist klimaschädlich und ungerecht
Mit dem Mercosur-Freihandelsabkommen würde die Schweiz die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes weiter vorantreiben. Doch das Abkommen ist auch ein schwerer Schlag für die unter Druck stehenden Schweizer Bäuer*innen. Ohne substanzielle Verbesserungen im Parlament werden die GRÜNEN das Referendum ergreifen.
Heute startet die Diskussion um das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten im Ständerat. Klar ist: Das Abkommen schadet der Natur, dem Klima und unseren Bäuer*innen. «Das Mercosur-Abkommen befeuert die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes», sagt Meret Schneider, Nationalrätin ZH. «Das Abkommen untergräbt den Schweizer Tierschutz und liefert unsere Landwirtschaft einer hochindustrialisierten und umweltzerstörerischen Anbaupraktik aus.»
Der Abschluss eines solchen Handelsabkommens ist unverantwortlich während der Amazonas-Regenwald vor dem Kollaps steht. Die Folgen der Abholzung sind gravierend: Die Klimaerhitzung verschlimmert sich, Ökosysteme verschwinden und die Trockenheit nimmt zu. Nach dem weltweit heissesten Sommer seit Messbeginn ist es unverantwortlich, ausgerechnet den überlebenswichtigen tropischen Regenwald noch stärker abzuholzen.
Das Mercosur-Abkommen bedroht aber auch unsere Landwirtschaft. Der massenhafte Import von Billigfleisch und von Wein wäre die Folge des Abkommens. Das setzt Bäuer*innen und das Tierwohl noch weiter Druck.
Es ist inakzeptabel, dass die Schweiz den Import von Produkten aus Abholzung und Zwangsarbeit zulässt. Gibt es keine substanziellen Verbesserungen in der Herbstsession, sind die GRÜNEN deshalb bereit, Hand in Hand mit den Bäuer*innen und den Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen das Referendum zu ergreifen.