Malaysia ist der drittgrösste Palmöllieferant der Schweiz. 2024 wurden 1500 Tonnen importiert. Mit dem vom Bundesrat ausgehandelten und heute von der APK-N unterstützten Freihandelsabkommen würde sich diese Menge massiv erhöhen. Bekanntlich ist die Produktion von Palmöl hochproblematisch. «Mit der Palmölproduktion wird die Abholzung des Regenwalds in Malaysia weiter befeuert», kritisiert Christine Badertscher, Nationalrätin BE. «Zudem verschlechtern sich die ohnehin prekären Arbeitsbedingungen in diesem Sektor. Dieses Freihandelsabkommen zu unterzeichnen, bedeutet nichts anderes, als noch mehr Palmölimporte zu befürworten, die der Natur und der sozialen Gerechtigkeit schaden.»

Bereits heute ist der malaysische Regenwald stark bedroht. Er wird für die Schaffung von Anbauflächen – insbesondere für die Palmölproduktion – gerodet und zerstört. Gerade mit Blick auf die Klimakrise und den Biodiversitätsverlust müssen wir die Zerstörung tropischer Regenwälder überall auf der Welt stoppen. Auf keinen Fall dürfen wir sie mit unverantwortlichen Freihandelsabkommen befeuern.

Darüber hinaus sind die Arbeitsbedingungen auf den Plantagen prekär: miserable Löhne sind an der Tagesordnung und Kinderarbeit ist noch immer verbreitet. Es ist klar: Palmölimporte in die Schweiz haben katastrophale ökologische und soziale Folgen. Deshalb stellen sich die GRÜNEN entschieden gegen das Freihandelsabkommen mit Malaysia.