SRG halbieren und der Demokratie schaden? Nein, danke!
Die Halbierung der SRG ist in Zeiten von Fake News brandgefährlich. Wir brauchen ausgewogene Informationen und Diskussionen in allen Landesregionen.
Die Medien sind in einer Krise, die Werbeeinnahmen gehen zurück, immer weniger Menschen abonnieren Zeitungen und die Schweizer Medien müssen gegen das Kurzfutter in den sozialen Medien konkurrenzieren.
In dieser Situation ist es absurd, die SRG zusammenzustreichen. Sie gewährleistet ausgewogene Informationen und Diskussionen. Und das in allen Sprachregionen in der Schweiz. Mit einer massiven Kürzung würden wir alle weniger Informationen, weniger Kultur, Sport und Unterhaltung aus der Schweiz erhalten.
Genau das ist auch das Ziel der Initiant*innen aus dem rechtsbürgerlichen Spektrum. Andere Länder machen es vor: Je schlechter die Mediensituation ist, desto stärker beeinflussen Fake News Wahlen und Abstimmungen. Was am Schluss stimmt und was nur ein falsches Gerücht ist, kann nicht mehr unterschieden werden. Diese Verunsicherung spielt ihnen in die Hände.
Wie sehen aktuell, dass bereits die Gebührensenkung auf 300 Franken zu einem massiven Abbau bei der SRG führt. Stellen fallen weg, Sendungen werden gestrichen und Personal wird entlassen. Die Halbierungsinitiative würde diesen Abbau nochmals extrem verstärken. Darunter würde der Zusammenhalt in der Schweiz leiden.
Wir GRÜNEN sind offen für eine Diskussion zum SRG-Programm und stellen kritische Fragen zu Sendungen oder der Bevorzugung der Bundesratsparteien. Aber es braucht ein klares NEIN zur Initiative «200 Franken sind genug!», damit die SRG überhaupt mit vielfältigen Informationen zur Meinungsbildung beitragen kann.
Michael Töngi
Nationalrat LU