Die Zukunft gehört den Erneuerbaren – nicht den Atomkraftwerken
2017 hat die Bevölkerung beschlossen, aus der Atomkraft auszusteigen. Nun will der Ständerat – exakt 15 Jahre nach Fukushima – neue AKW wieder ermöglichen. Ausgelöst durch die «Blackout-Initiative» und gestützt von Bundesrat Albert Rösti, steht die Schweiz vor einem energiepolitischen Rückschritt.
Dabei zeigt sich längst: Die Energiewende funktioniert! Der Ausbau von Solarenergie, Effizienzsteigerungen und eine bessere Nutzung bestehender Ressourcen tragen bereits heute zur Versorgungssicherheit bei. Die wiederkehrenden Blackout-Szenarien haben sich nicht bewahrheitet. Stattdessen wird die Versorgung stabiler, dezentraler und unabhängiger. Die Ausbauziele der Energiestrategie wurden 9 Jahre früher erreicht als geplant.
Hinter der «Blackout-Initiative» steckt ein klares Kalkül: Sie will Zweifel säen und die erfolgreiche Energiewende gezielt diskreditieren. Mit überzeichneten Krisenszenarien wird versucht, alte Technologien wieder salonfähig zu machen. Doch Atomkraft ist keine Lösung für die Herausforderungen von heute und morgen. Neue AKW kommen zu spät, sind extrem teuer und binden finanzielle Mittel, die dringend in erneuerbare Energien investiert werden müssen. Sie bremsen Innovationen und verzögern den notwendigen Umbau unseres Energiesystems. Wer heute auf Atomkraft setzt, blockiert den Fortschritt von morgen. Ausserdem gefährden Atomkraftwerke unsere Sicherheit: Sie sind ein Klumpenrisiko für die Energieversorgung, ein potenzielles militärisches Ziel und eine nachhaltige Lösung für den Abfall fehlt nach wie vor.
Wir sind bereit für das Referendum gegen diesen Rückschritt. Die Bevölkerung hat sich bereits für den Atomausstieg entschieden und sie wird diesen Entscheid verteidigen. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren!
Marionna Schlatter
Nationalrätin ZH