Unterstützung der Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz
Vernehmlassungsantwort zur Unterstützung der Kandidatur, Vorbereitung und Durchführung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz
Die Organisation der Olympischen Spiele ist ein Projekt von aussergewöhnlichem Ausmass, dessen wirtschaftliche, soziale und ökologische Auswirkungen nicht unterschätzt werden dürfen. Ein solches Ereignis könnte der Bevölkerung Momente gemeinsamer Freude bieten, den interkulturellen und generationsübergreifenden Austausch fördern und die Ausübung von Sport anregen. Doch der Einsatz erheblicher Ressourcen für die Organisation von Olympischen Winterspielen in Bergregionen, die stark von den Auswirkungen der Klimaerwärmung betroffen sind, gleicht einer Flucht nach vorn. Wir erwarten vom Bundesrat und vom Organisationskomitee, dass sie glaubwürdiger darlegen, wie die Schweiz dank sinnvoller, messbarer und verbindlicher Gegenleistungen zum Wohle der Bevölkerung und der Natur vorbildliche Spiele ausrichten kann. Angesichts des Ausmasses dieses Ereignisses und seiner Folgen für das ganze Land muss das Projekt einem fakultativen nationalen Referendum unterzogen werden. Um der Schweiz ein langfristig positives Erbe zu sichern, fordern wir ein im Vorfeld klar definiertes, verbindliches Gegenleistungsmandat. Um die Auswirkungen dieser Spiele auf bereits geschwächte Ökosysteme auszugleichen, schlagen die GRÜNEN die Schaffung eines neuen Nationalparks in einer der betroffenen Regionen vor. Wir fordern zudem, dass die Spiele 2038 CO2-neutral werden, und zwar ausschliesslich durch Kompensationen, die in der Schweiz durchgeführt werden. Schliesslich fordern wir, dass diese Veranstaltung dazu beiträgt, die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs in den Bergregionen langfristig zu stärken.