Auf den Tag genau vor 15 Jahren hat uns die verheerende Atomkatastrophe von Fukushima einmal mehr das enorme zerstörerische Potenzial der Atomenergie vor Augen geführt. Die Schweiz hat daraufhin beschlossen, sich von dieser Gefahr zu verabschieden und sich sicheren Energien zuzuwenden. Nun berät genau heute der Ständerat über ein mögliches AKW-Revival in der Schweiz. «Die Rückkehr zur Atomkraft ist verantwortungslos, gefährlich und unsinnig», konstatiert Maya Graf, Ständerätin BL. «Mit diesem Vorhaben wird die Energiewende sabotiert und der Wille der Stimmbevölkerung missachtet. Statt Milliarden für gefährliche Atomkraftwerke zu vergeuden, müssen wir in den Ausbau der Erneuerbaren investieren.»

Klar ist: «Gerade jetzt mit Kriegen um fossile Energien und globalen Unsicherheiten braucht die Schweiz mehr Energieunabhängigkeit», betont Maya Graf. «Wir dürfen weder von Öl und Gas abhängig sein noch von Uranimporten.» Die Gefahren der Atomenergie sind zudem nach wie vor die gleichen und die Folgen einer Katastrophe wären ausgerechnet in einem dicht besiedelten Land wie der Schweiz verheerend.

Zudem würde der Bau eines einzigen neuen AKW in der Schweiz mindestens 25 Milliarden kosten: Viel Steuergeld, das nicht in den Ausbau der erneuerbaren Energien fliessen würde – und damit nicht in lokale, saubere, sichere und günstige Energie. Mit der Solar-Initiative gibt es bereits eine vernünftige, pragmatische und zuverlässige Lösung. Vor diesem Hintergrund ist das AKW-Revival eine reine Sabotage der Energiewende. Die GRÜNEN sind bereit, das Referendum dagegen zu ergreifen, falls das Parlament das Neubauverbot für AKW aufheben sollte.