Der Amazonas ist wichtiger als Profit
Der Schutz des Amazonas-Regenwaldes und die Rechte der lokalen Bevölkerung sind wichtiger als kurzfristiger Profit durch Agrarfreihandel. Bereits heute leidet der Amazonas unter Dürren, Rodungen und Waldbränden und steht vor dem Kollaps. Trotzdem hat die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats (APK-N) das umweltschädliche Freihandelsabkommen mit den Mercosurstaaten durchgewunken. Dieser Fehlentscheid muss korrigiert werden.
Inmitten der sich verschärfenden Klimakrise muss beim Handel die Nachhaltigkeit und der Schutz der Menschenrechte im Zentrum stehen. Beim Freihandelsabkommen mit den Mercosurstaaten ist das Gegenteil der Fall: Die vorgesehenen Kontingente für Rindfleisch, Futtermittel oder Wein würden pro Jahr hunderttausende Tonnen zusätzliche CO2-Emissionen verursachen. Trotzdem hat die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats das Abkommen heute durchgewunken. Ein fataler Entscheid.
«Das Abkommen ist unverantwortlich und heizt den Klimawandel weiter an», betont Christine Badertscher, Nationalrätin BE. «Das Abkommen widerspricht den Schweizer Klimazielen und den Zielen der Schweiz für eine nachhaltige Landwirtschaft. Ein solches Abkommen auf Kosten von Natur, Umwelt und Menschenrechten lehnen die GRÜNEN klar ab.»
Jegliche Vorschläge, um die negativen Auswirkungen zu reduzieren – zum Beispiel die finanzielle Unterstützung des Amazonienfonds für den Schutz des Amazonas-Regenwaldes – wurden von den Bürgerlichen abgelehnt. Einzig die Übernahme der EU-Entwaldungsverordnung ist ein kleiner Lichtblick, reicht aber längst nicht, um die immensen Schäden des Abkommens zu kompensieren. Freihandel darf nicht auf Kosten des Klimas und unserer Landwirtschaft erzwungen werden. Die GRÜNEN werden die Zerstörung des Amazonas-Regenwalds aus kurzfristiger Profitgier auf keinen Fall akzeptieren und das Abkommen notfalls an der Urne versenken.