Wichtiger Schritt im Kampf gegen sexualisierte Gewalt im Internet
Der Nationalrat will einen rechtlichen Rahmen zur Bekämpfung von sexualisierten Deepfakes. Das fordert eine Motion der GRÜNEN und ist ein wichtiger Schritt für den Schutz von Frauen, Kindern und LGBTQI*. Diese sind am häufigsten von sexualisierter Gewalt im Internet betroffen. Der Erfolg für die GRÜNEN wurde auch durch die Unterstützung von 25’000 Menschen möglich, welche die Notwendigkeit für Massnahmen gezeigt haben.
Am 9. Juni haben die GRÜNEN eine Petition mit über 25’000 Unterschriften eingereicht. Darin wird ein Verbot von Deepfake-Anwendungen und Nudify-Apps sowie eine wirksame Plattformregulierung und mehr Mittel für den Kampf gegen sexualisierte Gewalt gefordert. Dank diesem Druck hat der Nationalrat heute beschlossen, einen rechtlichen Rahmen zur Bekämpfung von sexualisierten Deepfakes zu schaffen.
«Dies ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen sexualisierte Gewalt im Internet aber auch gegen die Übermacht von KI-Anbietenden, bei denen Profit über dem Schutz von Menschen steht», sagt Gerhard Andrey, Nationalrat FR.
Sich ohne Zustimmung nackt im Internet wiederzufinden, ist zutiefst traumatisierend. Zudem ist es fast unmöglich, diese entwürdigenden Bilder wieder aus der Welt zu bringen. Das Problem ist dabei nicht nur juristisch, sondern auch technisch. Der Nationalrat will, dass KI-Anbietende die Risiken und Schäden bei der Erstellung von sexualisierten Deepfakes bewerten und entsprechende Schutzmassnahmen ergreifen müssen.
Das Produzieren von sexualisierten Deepfakes ohne Zustimmung ist Teil der sexualisierten Gewalt, die von Männern verübt wird – mit einem Freibrief von Techkonzernen. Entsprechend werden sich die GRÜNEN weiterhin mit aller Kraft für eine wirksame Plattformregulierung einsetzen.