Seit unserer Gründung setzen wir GRÜNE uns für eine gleichberechtigtere und inklusivere Gesellschaft ein, in der alle Menschen, auch nichtbinäre, die gleichen Rechte und Chancen haben. Wir freuen uns, dass der Nationalrat heute unser Anliegen aufgenommen hat.
Sibel Arslan, Nationalrätin BS

Die GRÜNEN freuen sich, dass das Parlament die Schwierigkeiten, mit denen nichtbinäre Menschen im Alltag konfrontiert sind, anerkennt. Der Nationalrat hat heute ein Kommissionspostulat angenommen. Dieses beauftragt den Bundesrat aufzuzeigen, mit welchen Massnahmen die Situation nichtbinärer Menschen verbessert werden kann, ohne dass dafür das binäre Geschlechtermodell rechtlich aufgegeben werden muss.   

Im Dezember letzten Jahres hatte der Bundesrat die Einführung eines dritten Geschlechtseintrags abgelehnt. Seine Begründung: Die Einführung weiterer Geschlechterkategorien oder der Verzicht auf den Geschlechtseintrag im Personenstandsregister würde einen hohen Arbeitsaufwand verursachen. Ausserdem lehnt er einen solchen Schritt auch grundsätzlich ab. 

Der Nationalrat macht heute also einen ersten Schritt, um die Situation nichtbinärer Menschen im Alltag zu verbessern. Die GRÜNEN begrüssen das, finden aber weitergehende Massnahmen notwendig: Sie werden sich weiterhin für die Einführung eines dritten, unbestimmten Geschlechtseintrags im Personenstandsregister einsetzen, damit nichtbinäre Personen auch rechtlich anerkannt werden.