Unser Planet wird gemäss UNO die 1,5-Grad-Obergrenze überschreiten. Weltweit war der Sommer 2026 der heisseste seit Messbeginn. In der Schweiz war die Periode von April bis August 2026 so heiss und trocken wie noch nie seit 125 Jahren. In einer 3-Grad-Welt wäre das keine Ausnahme, sondern die Regel. «Der Rekordsommer ist ein weiterer unüberhörbarer Weckruf», sagt Greta Gysin, Nationalrätin TI und Fraktionspräsidentin. «Der Bundesrat muss aus seinem Schlummerschlaf aufwachen und die Klimakrise endlich an der Wurzel packen.»  

Die Grüne Fraktion verlangt deshalb in einer aktuellen Debatte, die am 30. September stattfinden wird, vom Bundesrat Antworten darüber, wie er seine Verantwortung für die Gesellschaft bei zunehmender Hitze und Trockenheit wahrnehmen will. Sie reichen dazu heute eine dringliche Interpellation ein. «Die Klimakrise gefährdet unsere Gesundheit, schwächt Ökosysteme, verschärft soziale Ungleichheiten und bedroht die Ernährungssicherheit – hier und heute», sagt Greta Gysin. «Es braucht nebst Anpassungsmassnahmen vor allem konsequenten Klimaschutz und den raschen Fossilausstieg. Denn wir können uns nicht an einen 50-Grad-Sommer anpassen!»  

Weiterhin fehlt es an einem umfassenden Aktionsplan gegen Hitze. Auch bei der nationalen Wasserstrategie muss der Bundesrat einen Gang höher schalten. Zudem zeigt sich immer stärker, wie teuer uns der fehlende Klimaschutz kommt. Der rasche Fossilausstieg ist die wirksamste Massnahme, um Klimaschutz und -anpassung gleichzeitig zu stärken. «Wer über Klimaanpassung spricht, ohne den Ausstieg aus Öl und Gas in die Wege zu leiten, ignoriert den Kern des Problems», sagt Marionna Schlatter, Nationalrätin ZH.