Die Klimakrise an der Wurzel packen: Jetzt aus den Fossilen aussteigen!
Nach diesem Jahr der Hitze und Trockenheit ist es höchste Zeit, die Ursache der Klimakrise direkt zu bekämpfen: unsere Abhängigkeit von den fossilen Energien. Mit einem raschen und entschlossenen Fossilausstieg verhindern wir, dass wir unter 50-Grad-Sommern leiden müssen.
Eine Hitzewelle nach der anderen, Rekordschmelze bei den Gletschern, extreme Trockenheit und historische Tiefststände bei Seen, Flüssen und Grundwasser. Der Sommer 2026 hat alle Rekorde gebrochen – und nicht zum Guten! Die extreme Hitze und Trockenheit haben zahlreiche Todesopfer gefordert, gerade bei den Verletzlichsten in unserer Gesellschaft. Aber sie hat auch Ökosysteme geschwächt, Wäldern arg zugesetzt und die Biodiversität weiter unter Druck gesetzt.
Der Sommer zeigt: Die Schweiz wird von der Klimakrise nicht verschont bleiben. Vor dieser Gefahr warnen uns Wissenschafter*innen seit Jahrzehnen. Und die Entwicklungen zeigen, wie dringend ein entschlossenes Handeln wäre. Aber was tut der Bundesrat? Er verharmlost die Hitze und verhindert weiterhin eine wirksame Klimapolitik. Umweltminister Albert Rösti war erstaunt: «Diese Hitze hätte ich nicht erwartet» sagte er den Medien. Nach diesem entlarvenden Geständnis wurde publik, dass im Bundesamt für Umwelt der Begriff «Klimawandel» aus den Berichten verbannt wurde. Das ist verantwortungslos.
Aktionsplan gegen Hitze
Nach wie vor gibt es keinen nationalen Aktionsplan gegen Hitze. Auch die Ausarbeitung einer nationalen Wasserstrategie wird verschleppt. Gleichzeitig wird immer deutlicher, wie teuer uns die Versäumnisse beim Klimaschutz zu stehen kommen und wie sehr sie unsere Gesundheit gefährden. Zehntausende sind deshalb im September in der Schweiz auf die Strasse gegangen, um den Bundesrat zum Handeln zu bewegen. «Keine 50-Grad-Sommer» war die Forderung an den zahlreichen Demonstrationen – und sie darf im Bundeshaus nicht länger ungehört bleiben.
Wir müssen schnell bei zwei Hebeln ansetzen: Es braucht konkrete Anpassungsmassnahmen gegen die Folgen der Klimakrise. Genau solche schlagen wir mit unserem eigenen Hitzeplan vor: Städte begrünen, Böden entsiegeln, ein Recht auf Schatten, Kühlung von Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, Schutz von Menschen, die im Freien arbeiten, und Gewässerschutz.
Aber wir müssen auch die Ursachen der Klimakrise angehen: Der CO2-Ausstoss muss massiv und schnell gesenkt werden. Nicht durch den Ablasshandel mit CO2-Kompensationen im Ausland, sondern mit einem raschen Ausstieg aus den Fossilen bei uns.
Null Öl, null Gas
Deshalb haben wir GRÜNE in der Herbstsession eine Debatte über Hitze und Dürre lanciert und wollten von Albert Rösti wissen, wann er endlich aus seiner Untätigkeit kommt, und die Bevölkerung schützt. Seine Antwort? Völlig inhaltsleer.
Es ist klar: Wir müssen gemeinsam mehr Druck ausüben. Wir GRÜNE haben deshalb die Petition «Fossilausstieg jetzt!» lanciert: Mit deiner Unterschrift hilfst du, eine Klimapolitik auf den Weg zu bringen, mit der wir das Problem an der Wurzel packen. Gleichzeitig haben wir zwei Motionen eingereicht, die einen verbindlichen Zeitplan beim Ausstieg aus den Fossilen bei Gebäuden und im Verkehr fordern. Gemeinsam schaffen wir eine Zukunft, die unsere Kinder verdienen! Danke für deinen Einsatz!
Greta Gysin
Fraktionspräsidentin