Mit dem Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten sollen zukünftig jährlich unter anderem 15 Millionen Steaks oder 7 Millionen Flaschen Wein zollfrei importiert werden dürfen. Diese Billigimporte zerstören den Amazonas-Regenwald und setzen die Schweizer Landwirtschaft massiv unter Druck: Sie dürften die Schweizer Bäuer*innen bis zu 115 Millionen Franken pro Jahr kosten.

«Der Bundesrat erhöht mit Billigimporten aus den Mercosur-Staaten weiter den Preisdruck auf Schweizer Bäuer*innen und glaubt, dieses Problem mit Millionenentschädigungen wieder aus der Welt zu schaffen», kritisiert Christine Badertscher, Nationalrätin BE. «Das ist ein billiger Kuhhandel auf Kosten der Landwirtschaft und des Amazonas-Regenwaldes.» Es ist sowohl landwirtschaftspolitisch als auch ökologisch unsinnig, Lebensmittel, die auch in der Schweiz produziert werden, einmal um die halbe Welt zu transportieren.

Dazu kommt: Das Abkommen sieht keinerlei handfestse Nachhaltigkeitsbestimmungen vor. Jegliche griffigen Vorschläge, um die negativen Auswirkungen zum Schutz des Regenwalds und des Klimas zu reduzieren – zum Beispiel die finanzielle Unterstützung des Amazonienfonds für den Schutz des Amazonas-Regenwaldes – wurden von den Bürgerlichen abgelehnt. Die GRÜNEN werden sich in der Sommersession vehement für entsprechende Ausgleichsmassnahmen einsetzen. Ohne substanzielle Verbesserungen sind die GRÜNEN bereit, gemeinsam mit Bäuer*innen, Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen das Referendum zu ergreifen.