Der queeren Community eine weitere Stimme geben
Laura Gantenbein: Als frisch vereidigte Nationalrätin aus Solothurn will ich mich für mehr Gleichstellung und eine lebenswerte Zukunft für uns alle einsetzen. Und ich bin überzeugt: Die Vielfalt der Schweiz ist eine wunderbare Chance, die wir ergreifen und umarmen müssen.
Liebe GRÜNE, es freut mich sehr, dass ich seit April 2026 Nationalrätin sein darf. Es bietet mir die Gelegenheit, drei Ziele auf nationaler Ebene zu verfolgen. Vor allem will ich der queeren Community eine weitere Stimme geben und bei der rechtlichen und gesellschaftlichen Gleichstellung sichtbare Fortschritte erzielen. Als unter 40-Jährige vertrete ich zudem die Frauen meiner und noch jüngerer Generationen – sei es aus der Gen Z, der Gen Alpha oder noch jüngere. Dabei möchte ich die Schweiz so mitgestalten, dass die Zukunft für uns alle und jüngere Generationen, wie zum Beispiel für meinen Gottibueb, lebenswert bleibt.
Daneben werde ich immer auch den Kanton und die Stadt Solothurn im Auge behalten und repräsentieren. Hier bin ich aufgewachsen, fühle mich wohl und hier lebe ich seit meiner Ausbildung an der PH Bern zur Primarlehrerin wieder. In der Stadt Solothurn war ich in den letzten neun Jahren Gemeinderätin und seit 2023 Kantonsrätin. Seit sieben Jahren amte ich auch als Präsidentin der Kantonalpartei. Viel Gelegenheit, um politische Erfahrungen zu sammeln – mit Anträgen, Voten, Kampagnen und Vorstössen.
Vielfalt als Chance
Mein neues Umfeld im Nationalrat wird bestimmt ebenso heterogen zusammengesetzt sein wie meine ehemaligen Schulklassen. Elf Jahre habe ich an der Schule Olten meist als Klassenlehrperson unterrichtet. Von dieser Erfahrung mit Kindern aus der 5. und 6. Klasse kann ich viel mit ins neue Amt mitnehmen. Zum Beispiel den Umgang mit verschiedenen Personen und Charakteren. Aber auch das Zuhören und schnelle Einlesen in neue Themen – eine Stärke, die ich mir als Lehrperson zu Eigen gemacht und als Politikerin vertieft habe.
Tagtäglich erlebte ich dabei als Lehrerin eine vielfältige Schweiz. Das hat meine Überzeugung gefestigt, dass wir diese Vielfalt als Chance sehen und ergreifen sollten. Die Schweiz – mitten in Europa gelegen – muss sich unseren Nachbarländern gegenüber offen zeigen. Darum müssen wir entschieden gegen jegliche Abschottungstendenzen zusammenstehen. Auch die Rückkehr ins AKW-Zeitalter gilt es zu verhindern. Viel lieber sollten wir unsere Zeit und unser Geld in den Ausbau der erneuerbaren Energien investieren.
Ich wünsche mir, dass unsere politische Arbeit allen Familien- und Lebensformen zugutekommt. Gerade dafür ist die Familienzeit-Initiative ein wichtiges Projekt! Sie ist ein Schritt zu mehr Gleichstellung und darum sammle ich in den nächsten Wochen nochmals intensiv Unterschriften dafür. Vielleicht gemeinsam mit dir? Ich freue mich, mit euch zusammen engagiert zu sein, Chancen zu sehen und Innovatives nachhaltig umzusetzen!
Laura Gantenbein
Nationalrätin SO