Tierschutz konsequent verteidigen
Obwohl die Schweiz über ein strenges Tierschutzgesetz verfügt, erlaubt sie den Import von Lebensmitteln und Produkten, deren Herstellung sie im eigenen Land verboten hat. Im Sinne des Tierwohls ist es an der Zeit, konsequent zu handeln: Deshalb unterstützen die GRÜNEN das Importverbot für Stopfleber und Pelze – zwei Initiativen, die in dieser Session debattiert werden.
Das Tierleid kennt grundsätzlich keine Grenzen. Die Schweiz hat sich bereits vor fast 50 Jahren dazu verpflichtet, das Tierleid hierzulande zu verringern, indem sie die Produktion von Stopfleber verboten hat. Doch sie erlaubt mit grosser Heuchelei weiterhin den Import von Lebensmitteln und Produkten, die aus Tierquälerei stammen, darunter auch Stopfleber und Pelze. «Es ist an der Zeit, konsequent zu handeln: Das Tierleid, das wir in der Schweiz nicht tolerieren, wollen wir auch weltweit eindämmen», betont Laura Gantenbein, Nationalrätin SO.
Die Schweiz hat diese gewalttätigen und grausamen Praktiken gegenüber Tieren – insbesondere die Zwangsfütterung – verboten, weil sie unseren Werten widersprechen. Die GRÜNEN weisen die Behauptung zurück, der Verzehr von Stopfleber sei eine «kulturelle Frage» und werden sich geschlossen dafür einsetzen, dieser Heuchelei ein Ende zu setzen.
Die GRÜNEN setzen sich seit jeher für den Tierschutz ein und werden dies auch in dieser Session tun. Zum einen in den Debatten, die bereits heute im Ständerat zur Stopfleber-Initiative beginnen. Zum anderen in den Diskussionen zur Pelz-Initiative. Beide Vorlagen bringen eine deutliche Verbesserung des Tierschutzes. Tierleid tolerieren wir nicht, weder hier noch anderswo.