Revision des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG): Anpassung der Franchise
Vernehmlassungsantwort zur Revision des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG): Anpassung der Franchise
Der zur Vernehmlassung vorgelegte Entwurf sieht ab 2029 eine Erhöhung der Franchise von 300 auf 400 Franken sowie die Einführung eines Mechanismus zur automatischen Anpassung der Franchise an die Gesundheitskosten vor, damit die Kostenbeteiligung stabil bleibt. Diese Revision hätte zudem eine Erhöhung der Prämien für Personen zur Folge, die sich für eine wählbare Franchise entscheiden. Die GRÜNEN lehnen diesen unsozialen und gefährlichen Gesetzesentwurf entschieden ab, da er die bestehenden Probleme nur noch verschärft. Die Erhöhung der ordentlichen Franchise benachteiligt in erster Linie die schwächsten Bevölkerungsgruppen und verschärft zudem das Phänomen des Verzichtens auf medizinische Versorgung. Dieser Gesetzesentwurf zeugt von einer kurzsichtigen Sichtweise, denn die Zunahme der Nichtinanspruchnahme von Gesundheitsleistungen würde die Gesellschaft langfristig aufgrund späterer medizinischer Eingriffe weitaus teurer zu stehen kommen. Die GRÜNEN setzen sich hingegen für ein Gesundheitssystem ein, das auf Prävention basiert.