Olympia muss nachhaltig sein
Heute debattiert der Nationalrat über die Austragung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz. Riesige Summen in Winterspiele zu investieren, ist angesichts der Folgen der Klimakrise höchst fragwürdig. Die Grüne Fraktion ist jedoch bereit, eine Kandidatur zu unterstützen, falls genügend verbindliche ökologische Ausgleichsmassnahmen beschlossen werden.
Die Klimakrise bringt in den Alpen Trockenheit, schneearme Winter und schmelzende Gletscher. Mit diesen Vorzeichen ist ein Schneesport-Grossanlass wie die Olympischen Spiele mit vielen Fragezeichen verbunden. Umso wichtiger ist es, dass Umweltauswirkungen rigoros bewertet und bereits im Vorfeld echte Ausgleichsleistungen für die Bergregionen, die bereits heute stark vom Klimawandel betroffen sind, definiert werden.
«Für die Akzeptanz eines solchen Projekts ist zentral, dass die ökologischen Herausforderungen benannt und mit wirksamen Massnahmen angegangen werden», sagt Florence Brenzikofer, Nationalrätin BL. «Unvermeidbare Belastungen für Natur, Landschaft und Klima müssen langfristig und substanziell ausgeglichen werden – etwa durch die Vergrösserung und Aufwertung von Schutzgebieten.» Der Nationalrat wird heute über einen entsprechenden Antrag der GRÜNEN befinden.
Ohne entsprechende Massnahmen bleibt eine Schweizer Olympia-Kandidatur für die GRÜNEN keine Option. Unabhängig davon muss der Bundesbeschluss dem fakultativen Referendum unterstellt werden, damit die betroffene Bevölkerung mitbestimmen kann.