25’000 Unterschriften gegen sexualisierte Gewalt im Internet
Egal ob Influencerin, Schülerin oder Politikerin: Es ist trauriger Alltag, dass Frauen im Internet zur Zielscheibe von sexualisierter Gewalt durch KI und Deepfakes werden. Deshalb fordern über 25’000 Menschen von Bundesrat und Parlament griffige Massnahmen gegen sexualisierte Gewalt im Internet. Heute überreichten die GRÜNEN Schweiz, die überparteiliche «Internet-Initiative» und WeCollect eine entsprechende Petition an das Justizdepartement.
Der Fall von Collien Fernandes macht deutlich, wie Frauen im Internet die Zielscheibe von sexualisierter Gewalt werden. KI und sexualisierte Deepfakes haben dabei längst auch die Schweiz erreicht. Sexualisierte Gewalt ist kein abstraktes Phänomen. Belästigungen, Drohungen oder das ungefragte Erstellen und Verbreiten intimer Bilder sind für viele Frauen trauriger Alltag.
«Der digitale Raum hat diese Gewalt nicht nur sichtbarer gemacht, sondern massiv verschärft», sagt Lisa Mazzone, Präsidentin der GRÜNEN Schweiz. «Neue Technologien geben Tätern ein zusätzliches Mittel in die Hand, um Frauen gezielt zu erniedrigen. Die Politik darf den Kampf nicht den Betroffenen überlassen, sonst stützt sie das patriarchale System der Gewalt.»
25’000 Menschen fordern Massnahmen gegen sexualisierte Gewalt im Internet
Heute überreichten deshalb die GRÜNEN Schweiz, die überparteiliche «Internet-Initiative» und WeCollect dem Justizdepartement Unterschriften von über 25’000 Menschen, die endlich griffige Massnahmen gegen sexualisierte Gewalt im Internet fordern. Bundesrat und Parlament müssen endlich handeln, um Deepfake-Anwendungen und Nudify-Apps zu verbieten, eine wirksame Plattformregulierung zu schaffen und mehr Mittel für den Kampf gegen sexualisierte Gewalt bereitzustellen.
«Plattformen tragen Verantwortung für das, was auf ihnen passiert», sagt Gerhard Andrey, Nationalrat FR. «Sie müssen verpflichtet werden, die Verbreitung von sexualisierter Gewalt zu verhindern, wirksame Meldestellen bereitstellen und Betroffene aktiv schützen.» Die GRÜNEN fordern vom Bundesrat in mehreren Vorstössen, die in dieser Session behandelt werden, endlich Massnahmen: Eine gesetzliche Grundlage gegen die Verbreitung von Nudify-Apps sowie Verpflichtungen und Sanktionen für KI-Anbieter*innen.